Von Eucla nach Penong

4.11.2011

Als ich um halb sieben aus meinem Trucky herauskam,war der Campground schon halb leer.Auch das schöne, blaue Auto war schon weg..Aber ich hatte ja keine Eile,also erst mal eine Tasse Kaffee,mit Zigarette natürlich, und alles ganz langsam angehen.Es wurde sehr schnell sehr warm.Also nach dem Frühstück alles zusammengepackt,geduscht und dann ging es los zur „Old Telegraph Station“.Den Berg hinunter und dann die Strasse lang in Richtung Strand.Wirklich asphaltiert war die nicht mehr,aber ganz vorsichtig ging das schon mit meinem Schiff.

Unten waren grosse Dünen,die auch das alte Gemäuer schon mit Sand gefüllt hatten.

Old Thelegraph Station Eucla
Blick auf das Meer
Schön war es und sehr warm,aber das macht mir ja nichts.Nach einer kleinen Fotosession ging es dann den Weg zurück.Oben habe ich mir dann noch Brot gekauft,damit ich was zu beissen habe 🙂 .

Dann weiter auf den Highway,aber nur 5 Km.Denn da stand dann wieder die nette,australische Polizei.Also angehalten und internationalen Führerschein raus.Aber das reichte ihnen nicht,ich sollte in ein Röhrchen pusten,wegen Alkohol und so.Das ging erst mal nicht,weil ich mich vor Lachen kaum halten konnte.Das hat sie etwas irritiert und auf die Frage warum ich lache,habe ich ihm dann gesagt,dass ich gestern schon angehalten wurde und dass es doch gerade mal halb zehn ist und ich bestimmt um diese Zeit keinen Alkohol trinke.Pusten musste ich trotzdem und das Röhrchen hat er mir als Souvenir gegeben.

Dann ging es erst mal über die Grenze nach South Australia.

Grenzübertritt nach SA

So,jetzt aber weiter auf die Nullarbor! Den Beschreibungen nach hatte ich sie mir viel eintöniger und karger vorgestellt,so waren nur die letzten 50 KM.Zu Anfange beherrschten unendlich viele Grüntöne die Ebene.Von einem ganz hellen Grün wie wir das von unseren Wolfsmilchgewächsen kennen,bis hin zu einem tiefdunklen Grün.Wunderschön!

Heute gab es viele Zwischenstopps,da es etliche Lookouts an der Küste gab.

Keinen Name
Sehr beeindruckend und faszinierend,wenn man sich vorstellt,wie lange diese Felswände da schon so stehen.So fotografierte ich mich also von einem Punkt zum Nächsten.
wunderschön
Hier ist nicht der Hund sondern die Katze begraben
Und an jedem traf ich wieder das Lehrerehepaar,das ich schon in Eucla kennengelernt hatte.Tja,man kann sich eben in Australien nicht aus dem Weg gehen. 😀
und unglaublich schön

Es war warm und es wurde immer wärmer.Als das Thermometer die 36 Grad überschritt,schaltete ich die Klimaanlage ein,denn das wurde ein bischen heftig.Aber mit Musik und viel Wasser hab ich es genossen.Wie schon gesagt,die letzten 50 km der Nullarbor waren dann so wie ich sie mir vorgestellt hatte,viel Spinnifexgras mit vereinzelten Büschen dazwischen.Aber auch das hat seine Reize.

Am Nullarbor Roadhouse musste ich dann wieder tanken,leider! Denn der Preis hier war unverschämt.2,05 AUD, nicht zu glauben!!!

Das Roadhouse mit dem teuersten Diesel!!!
Aber er braucht halt Futter
Wenn ich eine Alternative gehabt hätte,wäre ich weitergefahren.

Meiner guten Laune tat das aber keinen Abbruch,wozu sich aufregen.Vor Allem nicht über Dinge,die ich sowieso nicht ändern kann.Meine Losgelöstheit von Allem ist glaube ich nicht mehr zu toppen.Ich geniesse einfach nur die Landschaft,sauge die Bilder in mich ein,denn keine Kamera dieser Welt kann das wirklich so wiedergeben wie es in der Realität ist,es fehlt dann einfach die Stimmung dazu.Und das ist auch gut so,denn solche Eindrücke bleiben für immer bei einem selbst.Wie zum Beispiel die Begegnung mit ihm.

Ein bluetongue Lizzard
Ein bluetongue Lizzard

Ich beschloss heute noch bis Penong,nein das ist nicht in Vietnam,so schnell bin selbst ich nicht,zu fahren.Ich möchte jetzt ans Meer und vielleicht auch mal die Füsse ins Wasser stecken.Als auf die Tube gedrückt und noch ein paar Kilometer runterrasseln.Dass das so einfach ist,hätte ich zu Anfang der Reise nicht gedacht.Ist halt Alle nur Gewöhnungssache,auch so ein Auto und das Linksfahren.

Hinter Nundroo begann die Landschaft sich wieder zu ändern,es gab wieder grosse Getreidefelder,es wurde hügelig und Strassenkreuzungen gab es auch wieder.Vor Penong kam ich in einen Heuschreckenschwarm,meine Windschutzscheibe sag hinterher aus wie der Friedhof der Fliegentiere.Und traurig wurde ich ein bischen.Ich habe noch nie ein Wombat in freier Natur gesehen und hier lagen sie rechts und links der Strasse,alle tot. 🙁

Auf dem Campground in Penong traf ich dann auch das Lehrerehepaar wieder,sowas aber auch.Also Bett gebaut,Essen von gestern aufgewärmt und ein bischen was geschrieben.Meine Zigarettenpausen wurden drastisch gekürzt,zuerst durch ein Volk fliegender Ameisen,die wohl in der Nähe meines Trucky´s geschlüpft sind und später durch dicke Käfer,die immer auf das Licht zuflogen.

Na dann besser schlafen gehen,mit offener Dachluke,denn es ist immer noch warm.Den Camper hatte ich mit Hilfe der Klimaanlage,dank des Upgrades habe ich eine,ein bisschen heruntergekühlt.

Bis morgen!

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