Von der Fraser Range nach Cocklebiddy

2.11.2011

Neun Uhr scheint meine Zeit zu sein,denn genau da verliess ich die Fraser Range,wo es mir sehr gut gefallen hat.Am Balladonia Roadhouse bekam dann mein Trucky sein Frühstück.Teurer Spass,hier kostet Diesel 1,96 $.Nun ja,was kostet die Welt? Kurz danach fing das längste gerade Stück Strasse an,das Australien zu bieten hat ca.150 km lang.

Das wird lang
Da hat man viel Zeit zum Nachdenken und mir fiel das ein,was der Tourguide gestern gesagt hatte: Der ganze Müll am Strassenrand kommt von den Aborigines. Das kann ich nicht wirklich glauben,denn ich denke hier gibt es genug Typen,die weisse Hautfarbe haben und ihren Müll auch aus dem fahrenden Auto werfen.

Der Highway vor mir scheint nach 500 Metern zu einer grauen,sich spiegelnden Masse zu werden,die sich dann langsam nach hinten schiebt, wenn man ihr näher kommt. Am Strassenrabd wieder ein grosses Schild,das vor Kamelen,Rindern und Kangeroos warnt und hin und wieder man ein Autowrack,das langsam vor sich hinrostet.Da hat wohl jemand nicht aufgepasst! Ich hüte mich davor immer nur geradeaus zu schauen,da werde ich zu schnell müde.Also immer schön nach rechts und links gucken,entgegenkommende Wagen mit der erhobenen Hand grüssen und schön aufpassen,wenn mich ein Road Train überholt. Die Trucker sind schon komisch. Manchmal grüssen sie und manchmal nicht. Einmal hatte ich sogar den Eindruck,er sass hinter dem Steuer und las.Aber Blödsinn,das machen die doch nicht.

Gegen 3 p.m. kam ich in Cocklebiddy an.Hier wollte ich übernachten.Als ich am Roadhouse vorfuhr,sassen dort ein paar richtige Bushies. Einem von ihnen gefiel mein Hut und ich wurde gefragt ob ich Gesellschaft suche. Freundlich aber bestimmt lehnte ich ab.Nachdem ich den Camper für die Nacht geparkt und mein Bett gebaut hatte,habe ich mir erst mal ein Glas Wein gegönnt.

Nett war es hier
Eagle
Der junge Mann hinter der Bar war ein Backpacker aus Belgien und unschwer am Akzent zu erkennen.Heute habe ich mir ein Essen im Restaurant vom Roadhouse gegönnt und hier werde ich morgen auch das Frühstück nehmen.

Später sass ich dann noch draussen und hab mich mit einer Backpackerin aus Hongkong unterhalten,die hier gearbeitet hat und nun nach Melbourne weiterzieht.Zu uns gesellte sich noch ein Trucker,der ein bischen erzählte von dem was er so erlebt hat. Ich unterlag keiner Täuschung.Die Trucker lesen auch schon mal während sie fahren.Deshalb stand auch im Restaurant ein Regal zum Büchertausch. Na prima!!!

Heute Nacht lege ich die grosse,schwere Taschenlampe neben mich.Aber es wird schon nichts passieren.

1 Antwort zu “Von der Fraser Range nach Cocklebiddy”

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